Als wäre es gestern gewesen

Wer als Fremder in Dahlerau das Haus der beiden Brüder Meyer sucht, hat damit einige Schwierigkeiten. Sie wohnen mit ihren Familien im alten Bahnhof dieser kleinen oberbergischen Gemeinde. Versteckt liegt er am Fuß eines steilen Han­ges, etwa zehn Meter unterhalb der Landstraße Wuppertal/Beyenburg – Radevormwald. Von ihr führt ein schmaler steiler Weg zu dem Gebäude hinunter. Das Haus ist ein Schmuck­stück. Viel verschnörkelt geschnittenes Holz um Dachkanten, Fenster und Türen herum, die Fassaden mit blauschwarzen Schieferschindeln verkleidet. Dazu ein großer Garten, pickende Hühner, schnatternde Gänse, zwei Katzen samt ihren Jungen. Riesige Bäume schirmen das Idyll gegen die Landstraße hin ab.

Nur gelegentlich passiert noch ein Güterzug den grasüber­wucherten Bahnsteig zwischen den beiden Gleisen, die sich vor und hinter ihm wieder zu einem einzigen vereinen. Der offizielle Personenverkehr ist seit 1976 eingestellt, die Schie­nen haben längst Rost angesetzt. Jahrelang, erzählte Friedhelm Meyer, hätten sie »so etwas gesucht«, deshalb auch »sofort zugegriffen, trotz allem«.

Trotz allem, das ist Donnerstag, der 27. Mai 1971. An diesem kühlen, regnerischen Tag verlassen morgens gegen halb sechs 48 Kinder die Wohnungen ihrer Eltern in Radevormwald, einer Kleinstadt im Oberbergischen Kreis. Sie treffen sich am Bahn­hof mit fünf Lehrkräften, einer Mutter und weiteren 12 Kin­dern, die aus umliegenden kleinen Weilern stammen. Die Jun­gen und Mädchen, überwiegend 14 Jahre alt, gehören den beiden Abschlußklassen 9a und 9b der städtischen Geschwister-Scholl-Hauptschule an. Zusammen mit den Erwachsenen brechen sie gegen sechs zu einer eintägigen Klassenfahrt nach Bremen auf.

Nach einem Museumsbesuch und einer Hafenrundfahrt dürfen die Kinder in Bremen einen Stadtbummel machen. Pünklich um 16 Uhr 30 finden sich alle zur Abfahrt auf dem Hauptbahnhof ein. Um 21 Uhr 06 sitzen sie in einem Schienen­bus mit Anhänger, den die Bundesbahn unter der Zugnummer Eto 42227 außerplanmäßig für die Rückfahrt von Wuppertal-Oberbarmen nach Radevormwald eingesetzt hat. Als der Schienenbus den Bahnhof Beyenburg auf der eingleisigen Ne­benstrecke Wuppertal-Radevormwald verläßt, nähert sich die Diesellok V 212-038-1 mit fünf Güterwaggons dem 560 Meter vor dem Bahnhof Dahlerau stehenden Einfahrtsignal im Schrittempo aus der Gegenrichtung. Das Signal zeigt Rot. Lok­führer Kurt P. betätigt die Signalpfeife, die Einfahrt auf Gleis eins des Bahnhofs wird freigegeben. Die Weiche am westlichen Ausgang hat der Dahlerauer Fahrdienstleiter Gottfried Seng­bart bereits so gelegt, daß der um 21 Uhr 15 erwartete Schie­nenbus hier auf Gleis zwei passieren kann, während der Gü­terzug auf dem anderen steht. Der Fahrdienstleiter nimmt – so sagt er später aus – den Signalstab Zp9 mit wahlweise ein­schaltbarem Grün- oder Rotlicht von der Wand, schaltet das Rotlicht ein, tritt auf den Bahnsteig und schwenkt die Kelle mehrfach hin und her. Der Güterzug bremst ab. In Höhe des Fahrdienstleiters angekommen, beschleunigt die Lok zu sei­nem Entsetzen plötzlich wieder, nachdem von ihr ein kurzer Pfiff ertönte. Sekunden später bricht der Zug die gestellte Wei­che auf und verschwindet hinter einer Kurve. Gottfried Seng­bart stürzt in das Dienstgebäude und greift zum Telephon.

Nach allen späteren Berechnungen muß es 21 Uhr 08 sein, als Ursula K., Klassenlehrerin der 9a, sich im Motorwagen des Schienenbusses von ihrem Platz in der 4. Reihe erhebt, um ihren Schülern und Schülerinnen zu erklären, daß der Unterricht am nächsten Tag wie gewöhnlich stattfindet. »Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps« lautet ihr letzter Satz. Dann endet alles in dem donnernden Krachen, mit dem Schienenbus und Güterzug in voller Fahrt zusammenprallen.

Das bis heute folgenschwerste Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik kostete 19 Mädchen und 22 Jungen das Leben. Zwei Lehrer starben und eine Mutter, auch der Trieb­wagenfahrer Wolfgang Schneider und sein Zugführer. Über­wiegend schwerverletzt überlebten 21 Kinder und drei Lehr­kräfte die Katastrophe. Unverletzt blieb ein einziger Junge. Unter schwerem Schock stehend lief er nach Hause. Auch Diesellokführer Kurt P. und sein Zugbegleiter kamen mit dem Schrecken davon.

Wo blieben die Spenden?

Für das 14 Kilometer entfernt gelegene Städtchen Radevorm­wald und seine rund 22 000 Einwohner begann eine Alptraum­nacht. Pausenlos heulten die Sirenen von Krankenwagen, Polizeifahrzeugen und Feuerwehren durch die Straßen. Eltern versuchten verzweifelt, an die Unfallstelle zu gelangen. Schau­lustige, Betroffene und Helfer sahen Grauenhaftes. Großschein­werfer ließen keine Zweifel an der entsetzlichen Realität zu.

Die 63-Tonnen-Lok hatte sich auf das Chassis des Motor­triebwagens geschoben und dessen Fahrgastraum bis zur Hälfte zusammengestaucht. Aus dem Gewirr von zerfetztem, verbo­genem Stahl und Blech gellten die Schmerzensschreie der Ver­letzten. Unfallgewohnte Polizeibeamte weinten; freiwillige Helfer, die zwei, drei der oft verstümmelten toten Kinder aus dem ersten Wagen geborgen hatten, wandten sich schluchzend ab. Um Mitternacht waren alle Verletzten geborgen. In Rade­vormwald hatte inzwischen der zweite Akt der Tragödie be­gonnen. In einer Turnhalle an der Bredderstraße spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Dort identifizierten Eltern ihre toten Kinder.

Am Morgen lag eine Art Agonie über dem Städtchen. Sie hielt an bis Mittwoch nach Pfingsten, dem Tag der Beerdigung. Wie sehr Verzweiflung und Schmerz vor allem in den Angehö­rigen wüteten, macht eine Zahl deutlich: Über hundert Meschen brachen während der Trauerfeier zu­sammen. Ein 58jähriger Mann, dessen Neffe unter den Toten war, erlitt einen Herzanfall. Er starb noch auf dem Friedhof.

Siebzehn Jahre später leiden die Betroffenen seelisch und körperlich noch immer an der Katastrophe. Wer verstehen will, was danach geschah, muß sich die ins Gedächtnis der Angehö­rigen eingebrannten Schreckensbilder in Erinnerung rufen. Die gemeinsame Leidenserfahrung hat die Menschen einander nicht näher gebracht. Statt Freundschaften entstanden – von einigen Fällen abgesehen – Feindschaften. Gräben brachen auf zwischen den Familien Überlebender und den Eltern getöteter Kinder. Eine weitere Front entstand zwischen den vom Un­glück Betroffenen und der Stadt. Unter der scheinbar ruhigen Oberfläche des kleinstädtischen Alltags brechen die Konflikte hervor, sobald man daran rührt.

Die erste Kritik der Eltern galt den städtischen Behörden. Daß die Stadt außer in den ersten beiden Jahren am »Todestag nicht einmal einen Kranz für die Kinder übrig hat«, verstehen die Eltern nicht. Eine Mutter geht Tag für Tag zum Kommunal­friedhof, auf dem 28 Kinder und eine Erwachsene in zwei Reihengräbern bestattet sind (die übrigen Opfer wurden auf konfessionellen Friedhöfen beigesetzt). Nur mit einer Beruhi­gungsspritze übersteht sie jedesmal den 27. Mai ohne Zusam­menbruch. Auch andere kommen in der »Rader Karwoche«, wie ein Vater die Zeit zwischen den Jahrestagen des Unglücks und dem Datum der Beerdigung nennt, nicht ohne Beruhi­gungsmittel aus.

Den Satz »als wäre es gestern gewesen« hört man immer wieder. Eltern erzählen, oft von stillem Weinen unterbrochen, wie der Sohn oder die Tochter morgens aus dem Haus ging, was sie als Letztes sagten. »Ich sehe sie noch alle vier oben an der Bredderstraße winken« erinnert sich Gisela P. am Abend des Jahrestages. Alle vier – ihre Tochter und drei Nachbarskin­der, die nicht wiederkamen. Darunter auch der einzige Sohn von Anneliese St. Sie hat große gesundheitliche Probleme. Ihr Mann, »vorher kerngesund«, sagt sie, erlitt in den Jahren nach dem Unglück drei Herzinfarkte. Den letzten überlebte er nicht. Mehrere Väter im Alter zwischen 49 und 60 starben innerhalb von fünf Jahren nach der Katastrophennacht an Herzinfarkten oder Krebs. Für die Betroffenen ist ein Zusammenhang offensichtlich. Anneliese St.: »Wir haben alle einen Knacks weg seither.«

Daß diese Eltern, die den Klang eines Martinshorns nicht ertragen können, anderen vorwerfen, sie »verdrängen und vergessen« – kann es verwundern? Und es wird verdrängt. »Über die Dinge spricht ja kaum einer mehr, intern auch nicht«, sagt der stellvertretende Stadtdirektor Heinz Gestenberg. Für den »einzelnen, der in Bitterkeit erstarrt ist«, habe er zwar Verständnis, aber »der größte Teil der Betroffenen« beteilige sich »ja nicht mehr an solchen Dingen«. Vielmehr seien es »die ewigen Nörgler und die ewigen Unzufriedenen.«. Auch der damalige Bürgermeister Karl Schroer glaubt, Kritik käme nur von »einem ganz kleinen Prozentsatz der Eltern«.

Das stimmt nicht. Besonderen Groll hegen viele bis heute wegen der Spendenfrage. Zunächst aus Radevormwald, dann aus der ganzen Bundesrepublik und dem Ausland flossen Spenden für die Opfer auf ein Sonderkonto. Am 1. Juli 1971 betrug die Gesamtsumme 545 000 Mark, darunter eine von ihren sonstigen Entschädigungszahlungen (für jedes getötete Kind 20 000 Mark) unabhängige Großspende der Bundesbahn.

Von diesem Geld erhielten die Angehörigen der Toten je 3.000 Mark. Die Restsumme wurde an die verletzten Überle­benden verteilt. Das dauerte fast zwei Jahre. Gutachter stellten Schwere sowie die möglichen Spätfolgen der erlittenen Verlet­zungen fest, eine eigens gebildete Spendenkommission ent­schied dann über die Höhe der Beträge. Dieser Kommission gehörten neben Ratsvertretern, dem Bürgermeister, einem Bundesbahnfunktionär, zwei Pädagogen, dem Kreisdirektor und Kirchenvertretern nur zwei betroffene Eltern an. Sie wa­ren von der Eltern-Interessengemeinschaft gewählt worden und sollten deren Wunsch vertreten: Die gleichmäßige Vertei­lung an alle. Da man jedoch, so Elternvertreter Eugen Stahl, Stillschweigen über die Beratungen der Kommision bei deren Mitgliedern »vorausgesetzt hat«, erfuhren nur wenige der Be­troffenen, welche Summen zur Verteilung anstanden und an wen sie gingen.

Die Folgen dieser Geheimniskrämerei waren fatal. Verdäch­tigungen und Gerüchte machten die Runde. Eltern der Verletz­ten wurde vorgeworfen, sie sanierten sich »am Elend ihrer Kinder«. Und nicht nur von Angehörigen der Getöteten. Auch nicht betroffene Radevormwalder beteiligten sich an diesem Trauerspiel. Umgekehrt beschuldigten auch Eltern von Überle­benden Angehörige von Toten, sie seien »nur hinter dem Geld her«. Die Mutter eines schwerverletzen Mädchens sagt: »Wenn ich von denen jemand sehe, gehe ich so (sie weist mit der Hand geradeaus) daran vorbei«.

Von den jeweils »anderen« ungerecht behandelt fühlen sich viele bis heute. Noch immer ist die Spendenvergabe ein The­ma. Offenheit wäre danach nötig gewesen, denn den Eltern ging es – so sagen alle Befragten – überhaupt nicht um das Geld. Daß Unbeteiligte betimmten, kränkte und kränkt sie. Theo M., Vater eines toten Sohnes: »Wenn man uns doch ge­fragt hätte, aber uns hat man einfach übergangen.« Wenn die Verantwortlichen später wenigstens öffentlich Rechenschaft abgelegt hätten, wäre er schon zufrieden gewesen, aber »man hat uns nie gesagt, wo die ganzen Spendengelder geblieben sind«.

Keine Blumen, nichts

Auch das Gedenkkreuz auf dem Kommunalfriedhof, eine von der Bundesbahn bezahlte Arbeit der Bildhauerwerkstatt des Klosters Maria Laach, war und ist ein Stein des Anstoßes. Der von fast allen Betroffenen befürwortete Alternativentwurf ei­nes ortsansässigen Steinmetzes wurde im Stadtrat abgelehnt. Eine Mutter sagt: »Darüber waren wir alle empört!« Nicht zuletzt wegen der Sockelinschrift: »Von den vier Winden kom­me Geist und hauche über diese Toten, daß sie wieder lebendig werden (Ezech. 37/9)«. Manche finden sie zynisch. Von den überlebenden Opfern haben viele mit Gehirnquetschungen, Wirbelverletzungen und komplizierten Beinbrüchen Wochen und Monate in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren verbracht. Bis heute leiden sie unter Schmerzen. Eine junge Frau bleibt an den Rollstuhl gefesselt. Zwischen ihnen und den Angehörigen der Umgekommenen besteht – von wenigen Aus­nahmen abgesehen – auch noch 1988 eine tiefe Kluft.

Viele Eltern registrieren mit Verbitterung, daß »die über­haupt nicht mehr an unsere toten Kinder denken, nicht mal am Todestag, keine Blumen, nichts«. Die Angegriffenen, längst selbst Familienväter und -mütter, weisen die Vorwürfe zurück: »Man hat doch richtig Angst gehabt, zum Friedhof hinzuge­hen und wieder und wieder Eltern zu treffen und diese Frage zu hören: Warum lebst du und mein Kind nicht!« erzählt Jutta F. Ein anderer Überlebender wehrt sich: »Gilt denn nur als Trauer, was man nach außen zeigt?« Jutta F. hat zu den Gräbern »keine Beziehung«. Sie wird von dem Gefühl beherrscht, »mei­ne Kameraden liegen da gar nicht, weil sie irgendwie in mei­nem Innern weiterleben«.

Was ist versäumt worden in der kleinen Stadt? Woher das Gefühl bei so vielen Eltern toter Kinder, mit dem Schmerz und der Trauer alleingelassen zu sein? Weshalb dieses schmerzblin­de Wüten gegen die Davongekommenen, wie es eine Lehrerin jahrelang erdulden mußte?

Sie wurde von einigen Eltern für den Tod der Kinder ver­antwortlich gemacht und diskriminiert. Sie, die mit schwersten Verletzungen überlebt hat und psychisch außerstande ist, je wieder ein Klassenzimmer zu betreten, ist von diesen Erfah­rungen gezeichnet. Reden will sie nicht darüber, Anklagen liegen ihr fern. Nur einmal, am Nachmittag des 27. Mai, zeigen sich kurz ihre seelischen Wunden. »Wer denkt denn an dieses Mädchen, von denen allen?« fragt sie bitter, als wir die quer­schnittgelähmte Karin Z. besuchen.

Und wer an Waltraud Schneider, die Ehefrau des getöteten Triebwagenführers? Seit dem Tod ihres Mannes ist sie in psych­iatrischer Behandlung. Sechs Jahre lang konnte sie ohne Be­gleitung überhaupt nicht aus dem Haus gehen, heute nur mit Beruhigungstabletten. Auch sie fühlt sich seit 17 Jahren in ihrem nicht enden wollenden Schmerz alleingelassen.

Oder Karin Binder, die Tochter des Dahlerauer Fahrdienst­leiters Gottfried Sengbart. Sie muß mit dem unausrottbaren Gerücht leben, ihr Vater habe sich ein Jahr nach der Katastro­phe das Leben genommen. Aus Schuldbewußtsein. Aber dazu hatte er keinen Grund. Zwar litt er furchtbar unter dem Ge­schehen, war aber fest davon überzeugt, daß der ersehnte Prozeß ihm korrektes Verhalten am Unglückstag bescheinigen würde. Doch am 28. Juni 1972 verunglückte er tödlich bei einem unverschuldeten Autounfall. Einen Tag später schloß die Wuppertaler Justiz die Ermittlungsakten. Die Schuldfrage blieb ungeklärt.

Der Lokführer des Güterzuges, Kurt R, bittet eindringlich, seinen Wohnort geheimzuhalten. Weil man nicht wisse, »wie der eine oder andere da reagiert oder falsch denkt«. Natürlich hat auch er nicht vergessen, nur, »daß ich jetzt speziell an diesen Tag gedacht hätte, das glaube ich nicht«. Leidet er noch unter dem damaligen Geschehen? »Leiden, nein, das will ich nicht sagen!« Da ist er der einzige von allen Betroffenen an diesem 27. Mai 1988.

Nachtrag 28.05.2021:

Am Tag, als mein Beitrag in der ZEIT erschien, gründete sich im Hessischen Borken die “Arbeitsgruppe Stolzenbachhilfe”. Dort hatte sich am 1. Juni 1988 eine  Bergwerkskatastrophe mit 51 Toten ereignet (über die ich in der gleichen ZEIT-Ausgabe berichtete). Meine Radevormwald-Reportage diente nunmehr als “Negativ-Folie” für diese Arbeitsgruppe. Nämlich dafür, was in Radevormwald (nicht) geschehen war und in Borken auf keinen Fall passieren dürfte. Erstmals wurde dadurch in Deutschland Opfern und Angehörigen von Katastrophen systematisch über Jahre psychosoziale Hilfestellung geboten – was dann später zum Standard wurde. Nachzulesen in “Arbeitsgruppe Stolzenbachhilfe (Hg.), Nach der Katastrophe – Das Grubenunglück von Borken, Göttingen 1992, S. 13. In dem Buch wurde deshalb auch auf S. 172 meine ZEIT-Veröffentlichung noch einmal nachgedruckt.
Darauf bin ich bis heute ein klein wenig stolz. Nicht auf den Nachdruck natürlich! Sondern dass ich mit der Fähigkeit zu schreiben dazu beitragen konnte, Katastrophenopfer in Deutschland (bis heute) in und mit ihrem Elend nicht mehr allein zu lassen.